Tag 43 … von Oppdal nach Stryn

Eigentlich hätte heute ein richtig guter Tag werden können. Tolle Landschaften -üppiger Wald, blühende Wiesen, karge Hochebenen, Schneefelder, zugefrorene Seen, schöne Fjorde, alles in guter Mischung dabei. Dazu super Straßen, sowohl vom Zustand als auch vom schön abwechlungsreichen Anspruch.

Aber das Wetter hatte etwas dagegen, es regnete von Oppdal bis zur Fähre in Eidsdal. Deshalb konnte ich die Trollstigen und den Stigfossen nur naß erleben und so war es „nur“ ein guter Tag.

Als ich den Campingplatz verließ, fing der Regen gerade an. Aber so heftig, dass ich mir das Regenzeug überzog -man gut so- und auch die Kamera regenfest verpackte. Ein Tag für viele Fotos wird es nicht.

Die Fluß neben der Straße war dann aber so quirlig und sprudelnd, dass ich doch mal anhielt um ein Bild zu machen. Ich habe dann noch einen spontanen Fotostop bei Regen gemacht und bekam als Dank fast meine nassen Hände nicht mehr in die feuchten Handschuhe. 

Es folgten zwischen Dombås und der Abzweigung zum Trollstigen noch bestimmt 20 Stellen, welche einen Halt wert waren. Aber ich wollte meine Handschuhe erst wieder am Stigfossen ausziehen. Die Straße dort hinauf ist eine schmale und steile Bergstraße mit engen Kehren. Als Leitplanke dienen an den steilen Hängen einige Felsbroken. Konzentration aufs Fahren war angesagt.

Am Stigfossen gibt es eine kleine Aussichtsplattform, dort bin ich hin.

Danach habe ich mir im Café einen Kaffee und ein Stück Kuchen gekauft und diese am Kamin sitzend genossen.

Weiter Richtung Norden gab es eine lange, sehr entspannende Abfahrt bis nach Valldall. Je tiefer ich kam, desto wärmer wurde es wieder, statt 9°C jetzt wieder 13°C, aber es wurde auch schwüler. Als ich an der Fähre angekommen war, regnete es nicht mehr. Ich genoß die kurze Überfahrt und freute mich auf Geiranger, ohne zu wissen, was mich erwartet.

Es ging entspannt den Berg hinauf und oben ein Stückchen weiter. Der Regen zeigte sich nur durch leichte Nieselschauer. Kurz vor Geiranger öffnet sich die Schlucht und man hat einen tollen Blick auf die Schlucht und den Fjord. 

Dann geht es in tollen Serpentinen hinunter nach Geiranger.

Von dort bin ich weiter Richtung Süden. Jetzt ging es wieder den Berg rauf, kleine Serpentinen bei engen Straßen. Spaß und Schwerstarbeit zugleich. Hier war ein Radrennen, jede Menge Radrennfahrer und Begleitfahrzeuge kamen mir entgegen. Dazwischen etliche Wohnmobile und Busse. Es ging auf über 1.000m hinauf. Oben wieder Schnee und zugefrorene Seen. Nach Dalsnibba bin ich nicht, für die Straße muß man bezahlen.

Nach Stryn hin musste ich abbiegen und durch zwei längere Tunnel fahren. Dann ging es abwärts. Runter war die Straße wieder leichter zu fahren. Machte mir auch viel Spaß, vor allem weil die Fahrbahn mal wieder trocken war. Bei Stryn angekommen, musste ich erstmal den Ausblick aus meiner Hütte fotografieren.

Ein Kommentar

  1. Moinsen, Euro-Thorstisson 😉
    Nette und ich verfolgen jeden Deiner Kilometer. Wir frieren mit Dir und wir genießen mit Dir!
    Die Fjordlandschaft Norwegens ist sicherlich ein wundervoller Teil unseres Kontinents. Durch Deine täglichen Berichte haben wir das Gefühl, irgendwie dabei zu sein. Nicht zuletzt durch die wunderschönen Fotos.
    DANKE!
    Und bleib vorsichtig.
    Bernd D (ZIVI)

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