Tag 32 … von Tallinn nach Lahti

Heute morgen frisch ausgeruht und mit einem reichhaltigen Frühstück gestärkt, ging es zum Fähranleger. Die berechnete Fahrzeit dorthin von 10 Minuten wurde wegen Stau um 50% überschritten.

Ich war ja früh genug und konnte mich als viertes Fahrzeug am Check-In anstellen. Dort durften wir noch einige Zeit warten. Mein Check-In Schalter war als Letzter zum einchecken bereit. In der Warteschlange M Anleger wurde ich aber nach vorne gewunken und dann durfte ich als Erster an Bord rollen. Auch blöd wenn man keine Orientierung hat. Aber dafür sind ja überall Arbeiter die einen anweisen. Die GS abgestellt und fest gegurtet. Leider waren keine Ösen im Boden sondern nur Löcher. Und so musste ich leider den Spanngurt der Fähre nutzen. Mir wurden doch extra welche von BMW Bremen mitgegeben.

Hinter mir stand ein Päärchen mit einer GS. Die sind zusammen schon über 150.000km mit ihrer Maschine gereist. Unter anderem nach Südamerika und Afrika. Nicht schlecht!

Die Überfahrt geschah bei bestem Wetter und ruhiger See.

In Helsinki angekommen durfte ich wieder als erstes losfahren. Dafür musste ich mir dann den Weg durch die Hafenbaustelle suchen. Geschafft und dann festgestellt, dass hier nur 40km/h gefahren werden darf. Dafür gibt es hier Tempo 40 Zonen. Ich bin zu der Felsenkirche gefahren und habe sie mir von außen angeschaut. 


Eigentlich sollte auf dem Felsen ein größeres Kirchengebäude mit Turm errichtet werden, dieses Vorhaben fiel aber dem Winterkrieg 1939 zum Opfer. So wurde die Kirche in den Felsen gebaut mit einem Kuppeldach. Um die Kuppel ist eine recht jung aussehende Steinmauer. Vielleicht ein Schutz gegen neugierige Blicke durch die Dachfenster?

Auf dem Weg zurück zu meiner GS sehe ich, wie ein Asiate diese fotografiert. Als er mich sieht, kommt er auf mich zu und deutet mir, ich solle mich bitte auf die Maschine in Pose setzen. Ich tue ihm den Gefallen, er knipst ein paar Bilder und wir freuen uns beidd.

Dann bin ich über die E75 knapp 100km bis nach Lahti gefahren. Auffällig ist hier, dass überall Fels aus dem Boden schaut. Und die Lkws sind länger, ein Gliederzug kann hier drei 20-Fuss-Container transportieren. Einen auf der Zugmaschine und zwei auf dem Anhänger. Das sind dann 8-Achsen-Züge. Auf der Autobahn darf 120km/h gefahren werden und so bin ich zügig in Lahti angekommen. Dort habe ich mir wegen dem drohenden Regen (die ganze Nacht), eine Hütte am See genommen.