Tag 31 … von Jelgava nach Tallinn

Heute morgen sehr früh aufgewacht. Laut Wetterbericht sollte es vor 7:00 Uhr regnen. Das hatte es bisher nicht, das Zelt war noch trocken. Also Alles zusammengepackt und los. Als Erstes bin ich vorm Berufsverkehr nach Riga gefahren und habe die Innenstadt kurz angeschaut. Ich finde sie recht schön, aber Kopfsteinpflaster ist blöde zu befahren und mit den Motorradstiefeln auch blöde zu begehen.

Dann ging es weiter. Und weil ich in Lettland keine geplanten Stops mehr hatte, fuhr ich Richtung Estland. Ich kam dabei auch durch nasse Stellen, Regen habe ich aber nicht abbekommen. War die Temperatur morgens noch bei 13°C, so stieg sie im Laufe des Tages auf 23°C. Natürlich erst nachdem ich mir was wärmeres angezogen hatte.

Der Platzwart sagte mir, Lettland wäre zur Hälfte bewaldet. Dementsprechend kam ich auf endlos langen geraden Straßen durch viel Wald. Teilweise bewirtschaftet, teilweise Naturschutzgebiet. Schön, vor allem die Mischwälder Birke/Kiefer.

Dann kam ich nach Estland. Die Straße führte um die Grenzstation herum, Lkws und Busse mussten darein abbiegen. Schon komisch.

Es ging zunächst weiter durch Wälder, diese aber mit kleineren Bäumen. Wie Lettland, so ist auch Estland flach. Es gab weniger Felder aber sehr große, scheinbar brachliegende Wiesen. Zwischendurch bin ich an der Ostsee gewesen.

Ich bin nach Haapsalu gefahren. Dort ist eine historische Eisenbahnstation. Die habe ich mir angesehen und bin dann weiter.

In Tallinn wusste ich zunächst nicht, was ich als nächstes tun soll. Ich bin ins Hafengebiet gefahren um einen ersten Eindruck der Situation zu bekommen. 

Dann habe ich beschlossen, zu McDonalds zu fahren. Dort gibt es vertrautes Essen, wenn Touchpanel vorhanden kann das auch ohne Sprachprobleme bestellt werden. Aber wichtiger auf meiner Reise, in fast jedem Restaurant gibt es freies WLAN und auch Ladesteckdosen. Bei Cola und Eis habe ich dann nach Fähren geschaut und eine für 10:30 Uhr gebucht. Und weil ich früh da sein muss und das Risiko nasses Zelt vermeiden wollte, habe ich auch gleich ein Hotel gebucht. Hafen- und Stadtnah.

Ab zum Hotel und eingecheckt. Dann frisch gemacht und in die Stadt gelaufen. Ich habe einen Motorradunfall gesehen als die Polizei die Spuren sicherte. Eine jetzt ziemlich kaputte schwarze Ninja hatte ein rotes Volvo Cabrio seitlich touchiert. Schade um die Fahrzeuge. In Tallinn ist irgendein Fest, alles ist mittelalterlich geschmückt. In Tallinn gibt es viele kleine Bars und Restaurants mit vielen Sitzmöglichkeiten an der Straße. Und ich habe sauviel Glück mit dem Wetter.