Tag 29 … von Toruń nach Ełk

Heute war mal wieder keine Autobahn angesagt. Ich bin also Richtung Osten über kleinere Straßen gefahren. Der Zustand war von tadellos über gut zu nicht so gut dann schlecht bis hin zu katastrophal. Kopfsteinpflaster war auch dabei und Straßen mit kräftig ausgefahrenen Spurrinnen. Die waren bis zu 20cm tief und zeichneten sich dadurch aus, dass am rechten Rabd eine ebensohohe Wulst im Asphalt entstanden ist. Diese Rinnen erforderten hohe Konzentration, besonders bei Kurvenfahrten. 

Aber dafür ging es zumeist durch schöne Landschaften, Felder, Wiesen, Wälder, Seen und Feuchtgebiete waren zur Ansicht bereit. Und immer wieder Rapsfelder.

Und unterwegs habe ich sehr viele Storchennester gesehen, in einige Orten auf jedem Strommast. Aus einigen schauten auch schon kleine Störche raus.

Fliegende Störche sehen echt Klasse aus.

Als erstes bin ich nach Kąty gefahren. Dort gibt es eine Schiffshebeanlage, bei der die Schiffe mit einem Wagen den Berg hochgezogen werden. Angetrieben durch Wasserkraft und umgesetzt durch eine riesige Winde. Der Weg dorthin ging über neues Kopsteinpflaster, nicht für Motorräder zu empfehlen.

Dann ging es weiter in die Masuren. Ich kam durch Święta Lipka wo es das Sanktuarium Maryjne, eine wunderschöne Kirche, gibt.

Ich bin weitergefahren weil hier die Bunkeranlage Wofsschanze gibt und ich mir das mal anschauen wollte. Und so kam ich da an, ein Einfahrtstor mit vier unifornierten Personen. Wenn ich reinwolle kostet das 2 Zloty Parkgebühr und 15 Zloty Eintritt. Ich habe mir diese 4,31€ mal gegönnt und bin durch das Gelände gelaufen. Unglaublich welche Unmengen Beton und Stahl hier verbaut wurden.

Die Barracke in dem das Attentat geschah ist verfallen. Es erinnert eine Tafel an diesen Ort und diese Tat.

Der Führerbunker sieht von vorne recht intakt aus. Von hinten ist er zerstört und man kann in das Innere, jetzt nach oben offen, gehen.

Als ich von dort aufbrach um nach Ełk zu fahren, habe ich noch was entdeckt. Nämlich ein Hinweisschild auf den polnischen Teil des Jakobsweges nach Santiago di Compostella. Erkannt habe ich es an der Muschel.

Ein Kommentar

  1. Hallo Thorsten!
    Geht es Dir gut auf Deiner Tour? Oder bist Du der „lonesome cowboy“?

    Viele Grüße,
    Bernd

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