Tag 24 … von Ferrara nach Barbian

Heute morgen in Ferrara gestartet, es sah nach einem warmen Tag aus. Die erste Strecke ging langsam über Land, die Strecke unspektakulär. In Rosá bei Bassano al Grappa eine kurze Verschnaufpause gemacht bevor es in die Berge ging.

Dann hatte ich die Berge erreicht.

Auf dem Plan war, den Manghenpass zu überqueren. Das ist ein alter Pass mit einer recht schmalen Strasse und engen Kehren.

Vorher habe ich noch getankt. Der Tankwart war ein kauziger alter Mann und fragte ob ich alleine unterwegs sei. Alleine ist nicht gut, mit Begleitung wäre besser. Ich kam mir vor wie im Film wo der einsame Wanderer vor Gefahren und sonderbaren Dingen gewarnt wird.

Auf 1500m wollte ich kurz rasten und das Höhenschild fotografieren. Und dann ist es passiert. Rechts ran, rauf auf die Wiese, Bodenwelle übersehen bei eingeschlagenem Vorderrad, gewolltes Abstützen mit rechtem Fuß klappt nicht wegen Vertiefung, Fuß tritt quasi ins Leere, Maschine fängt an zu kippen, ich kann das hohe Gewicht nicht halten und Bumms liegt sie da.

Zum Glück bin ich im letzten Moment abgesprungen und nicht unter die Maschine gekommen. Und sie ist auch nur langsam auf die Seite gekippt, der Alukoffer hat den Stoß größtenteils abgefangen, leider am Straßenrand, die Maschine lag nur auf dem Rasen.

Ich hab dann erstmal Helm und Jacke abgelegt und möglichst viel Gepäck von der Maschine genommen. Dann habe ich mich ans wieder Aufrichten gemacht. Grrrr… ist die schwer. …was hatte der Tankwart nochmal gesagt?… Als ich das geschafft hatte und die GS wieder auf der Straße stand, kamen auch wieder Autos, Motorräder und Radfahrer vorbei. Das blieb mir bis dahin erspart. Das Höhenschild habe dann doch noch fotografiert.

Und über den Pass bin ich auch noch gekommen.

Es folgte eine Abfahrt die ebenso anstrengend war wie die Auffahrt aber ohne Umfaller. Waren bei der Auffahrt die anderen Motorräder noch gemächlich unterwegs, so kamen mir bei der Abfahrt doch tatsächlich drei ungezügelte KTMs entgegen.

Danach ging es zum Sellajoch. Dabei bin ich durch Orte gekommen welche bereits für die Giro d’Italia geschmückt waren.

Die Auffahrt zum Sellajoch hat mich beeindruckt, ich blieb mehrmals staunend stehen und machte Fotos.

Von oben hat man eine grandiose Aussicht.

Insgesamt fand ich den Manghenpass sehr anspruchsvoll zu fahren. Aber er wurde von allen ruhiger gefahren. Das Sellajoch ist auch anspruchsvoll, beeindruckt aber mit tollen An- und Aussichten.

Vom Sellajoch bin ich nach Barbian gefahren um meinen Onkel dort zu treffen.