Tag 23 … von Ancona durch San Marino nach Ferrara

Text und Bilder folgen
Heute Nacht hat es wieder geregnet. Aber es ist auch ein kräftiger Wind aufgekommen der mein Zelt ruckzuck getrocknet hat. So bin ich schon um viertel vor acht bereit zur Abreise. Leider hat die Rezeption erst in 15 Minuten auf. Ich schaue aufs Meer, gestern noch schön blau ist es heute aufgepeitscht und sandfarben. 

Ich fahre bei 17°C und leichtem Regen los. Es geht durch die Küstenorte nur langsam voran. In einem ist der Ortskern gesperrt. Bis ich die richtige Umleitung rausgefunden habe, bin ich dreimal im Kreis gefahren.

Apropo Kreis. Heute morgen hatte ich die erste echt brenzlige Situation aufgrund meines Fahrverhaltens. Nach dem Regen waren die Straßen naß und auch schmutzig. In einem Kreisverkehr der recht gut aussah war ich wohl zu übermütig in der Schräglage und das Vorderrad machte ein paar seitliche Versätze. Vielleicht habe ich aufgrund der besuchten Fahrtrainings richtig reagiert und mich nicht auf die Nase gepackt. Puh, Glück gehabt.

Zum Glück war vormittags noch nicht soviel Verkehr und so kam ich trotz der Kreiselei zügig voran. Ich hielt mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung was die Einheimischen mal wieder einlud mich trotz Überholverbot zu überholen, mich anzuhupen, auf einige wenige Meter aufzufahren und beim wieder Einscheren zu schneiden. Fahren in Italien kann ich echt nicht empfehlen.

Für Bologna waren heute 28°C angesagt. Dafür hatte ich mich angezogen. Aber als ich den Berg rauf nach San Marino gefahren bin, fiel die Temperatur auf 15°C. Angehm frisch ist doch etwas wärmer. Ich tröstete mich dann unterwegs mit der Aussicht.

Oben angekommen musste ich feststellen, dass ich wieder ein Event verpasst hatte. Mir waren auf dem Weg eine ganze Menge BMW Motorräder entgegen gekommen. Der Grund war das Treffen vom BMW Motorrad Feder Club Italien.

Leider wurden die Stände schon abgebaut. Ich habe trotzdem davon profitiert, mit dem Motorrad konnte ich überall parken und die im Ort verteilten Polizeiposten haben mich immer durchgewunken. Ist schon cool gewesen. 

Ich habe dann noch die Burg besichtigt.

Höher als auf diesem Bild bin ich ohne zu bezahlen nicht gekommen.

Die Auf- und Abfahrg nach San Marino ist ganz nett. Wer mal dort in der Nähe ist, sollte zumindest bzgl. Tanken über einen Abstecher dorthin nachdenken. Heute hat der Liter Super 1,35€ gekostet. In Italien hatte ich Preise von 1,46€ bis 1,82€ (mit Tankservice) gesehen.

Von dort ging es dann nach Sant’Agata Bolognese, das ist der Ort, wo Lamborghini (g gesprochen wegen dem h, wie auch bei Spaghetti) gefertigt werden. Ich habe mir das Museum für die Sportwagengeschichte angeschaut. Ca. 25 km östlich ist ein Museum welches die Traditionsgeschichte von Ferruccio Lamborghini würdigt. Da war ich erst, das wollte ich aber nicht sehen. Der Betreiber kam noch raus und sprach mich an, meinte sogar das andere Museum hätte geschlossen. Italienisches Schlitzohr!

Es wurde gerade eine Sonderausstellung zu Ayrton Senna gezeigt, das fand ich interessanter als die Fahrzeuge.

Ich bin dann aufgebrochen Richtung Stellata, dort sollte es einen Campingplatz geben den ich aufsuchen wollte. Es gab ihn, aber leider noch nicht geöffnet. Ich habe dann nach einem kostengünstigen Hotel gesucht, dahin musste ich ca. 15km die Strecke wieder zurück fahren. Aber um 19:30 Uhr war dann die Fahrt für heute in Ferrara beendet.

War ein langer Tag.

2 Kommentare

  1. Na da hast ja Glück gehabt… So einen Unfall braucht keiner ;- )

    Ich kenn da noch jemanden der Ayrton Senna gut fand und bestimmt gerne die Ausstellung besichtigt hätte..

    Du hast trotz der ganzen Motorrad Klamotten schon gut Farbe im Gesicht bekommen.

    Wünsche dir noch viel Spaß und von Jorik soll ich ausrichten. Thorstin Spaßvogel 😉

  2. Ciao Thorsten,
    Wenn du noch n bisschen nördlich fährst und etwas wartest sehen wir uns ab Mitte Juli in Caorle. 😄
    Superschöne Bilder 😍😍 da bekommt man richtig Reiselust.
    Wünsche weiterhin gute Fahrt.
    Winke
    Bianca

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